Punica granatum ‚Uzbek‘ (Frostvertr. Granatapfel)
CHF 89.00
Verkaufsgrösse: 80-100 cm in 5 l-Topf
Vorrätig
| Rabatt | Anzahl | Neuer Preis |
|---|---|---|
| 10 % | 3 - 9 | CHF 80.10 |
| 20 % | 10 + | CHF 71.20 |
Beschreibung
Punica granatum ‘Uzbek’ ist ein Saftgranatapfel aus Usbekistan und wird als eine der frostverträglichsten Sorten überhaupt beschrieben. Die mittelgrossen, hellroten Früchte reifen im Oktober oder November und schmecken sehr süss und angenehm. Die Samen sind jedoch hart. Die Kälteverträglichkeit liegt bei ca. –15 bis –18 °C.
Eine ausführliche Übersicht mit den Eigenschaften und Standortansprüchen unserer einzelnen Sorten ist derzeit in Vorbereitung.
Allgemeine Infos zur Kultivierung frostverträglicher Granatäpfel
Granatäpfel bringen mit ihren leuchtend orange-roten Blüten und den dekorativen Früchten mediterrane Atmosphäre in den Garten. Gleichzeitig gehören sie zu den spannendsten Zukunftskulturen für milde und geschützte Lagen der Schweiz. Aufgrund der zunehmend längeren und wärmeren Vegetationsperioden experimentieren immer mehr Gartenbegeisterte und mutige Landwirte erfolgreich mit verschiedenen Sorten.
Wir konzentrieren uns bei florafutura auf seltene Sorten, die nicht nur attraktiv aussehen, sondern auch möglichst früh reifen, eine gute Frostverträglichkeit besitzen und geschmacklich überzeugen.
Warum die richtige Sorte entscheidend ist
Meist sind vor allem jene Granatapfelsorten erhältlich, die für den kommerziellen Anbau im Mittelmeerraum selektiert wurden. Viele dieser Sorten sind zwar ausreichend frostverträglich, um an geschützten Standorten auch Schweizer Winter zu überstehen. Ihre Früchte benötigen jedoch häufig einen langen, heissen Sommer und einen warmen Herbst, um vollständig auszureifen. Winterhärte allein macht deshalb noch keine geeignete Sorte für unser Klima. Für den Anbau in der Schweiz sind besonders früh reifende Sorten interessant, die mit einer kürzeren Vegetationsperiode und einer geringeren Wärmesumme auskommen.Dazu sollten die Früchte bei herbstlicher Feuchtigkeit möglichst wenig zum Aufplatzen neigen.
Für den Frischverzehr bevorzugen viele Menschen sogenannte weichkernige Sorten, deren Samen angenehm mitgegessen werden können. Sorten mit härteren Kernen eignen sich hingegen besonders gut für die Saftproduktion. Ebenso wichtig ist die Fruchtqualität: Ein guter Granatapfel überzeugt durch ein ausgewogenes Verhältnis von Süsse und Säure, intensive Aromen und geschmackliche Komplexität.
Ein geschützter Standort
Granatäpfel benötigen einen vollsonnigen, warmen und möglichst windgeschützten Standort. Ideal ist ein Platz vor einer nach Süden oder Südwesten ausgerichteten Mauer, die tagsüber Wärme speichert und nachts wieder abgibt.
Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein. Besonders im Winter darf keine Staunässe entstehen. In kühleren Regionen empfehlen wir eine Pflanzung im Frühjahr. So hat die Pflanze genügend Zeit, sich vor dem ersten Winter gut zu etablieren. Junge Granatäpfel sollten in den ersten Jahren zusätzlich mit Laub oder Reisig gemulcht werden.
Wir empfehlen, Granatäpfel zudem als mehrtriebigen Strauch zu erziehen. Sollte es in einem aussergewöhnlich kalten Winter zu Frostschäden kommen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass zumindest einige der Haupttriebe unbeschädigt bleiben. Geschädigte Triebe können im Frühjahr bodennah entfernt werden, während sich die Pflanze aus den übrigen Stämmen weiterentwickelt. Ein mehrtriebiger Aufbau ist unter unseren Klimabedingungen deshalb oft robuster als die Erziehung zu einem einzelnen Stamm.
Giessen beeinflusst die Fruchtreife
Während der Anwachsphase sowie der Blüten- und Fruchtentwicklung sollte regelmässig, aber massvoll gegossen werden. Granatäpfel sind zwar trockenheitsverträglich, eine gleichmässige Wasserversorgung verbessert jedoch das Wachstum und die Fruchtqualität. Eine ausgeprägte Trockenperiode während der Hauptblütezeit kann zum Abfallen der Blüten führen, wie wir selbst im trockenen Frühjahr 2025 im Burgund erleben mussten.
Im Spätsommer und Herbst sollte die Wassergabe mit zunehmender Fruchtreife reduziert werden. Besonders wichtig ist es, starke Wechsel zwischen Trockenheit und viel Wasser zu vermeiden. Trocknet der Boden vollständig aus und folgt darauf kräftiger Regen oder ausgiebiges Giessen, können die reifenden Früchte aufplatzen.
Von der Blüte zum Fruchtansatz
Die auffälligen Blüten sind bereits für sich ein besonderer Blickfang. Granatäpfel bilden sowohl funktionell männliche als auch zwittrige Blüten. Nur aus den zwittrigen Blüten können sich Granatäpfel entwickeln. Unsere aus Steckhölzer vermehrten Jungpflanzen in 3- und 5 l-Töpfen können bereits reich blühen, setzen in den ersten Jahren jedoch häufig noch wenige oder keine Früchte an. Mit zunehmender Grösse und Etablierung verbessert sich auch der Fruchtansatz.
Granatäpfel sind sehr schnittverträglich
Meist genügt ein leichter Auslichtungsschnitt im späten Winter oder im zeitigen Frühjahr. Entfernt werden abgestorbene, beschädigte, sich kreuzende oder nach innen wachsende Triebe. Auch überzählige Bodenschösslinge können entfernt werden, sofern sie nicht für den mehrtriebigen Aufbau benötigt werden. Starke Rückschnitte sollten vermieden werden, da sie die Blüten- und Fruchtbildung vermindern können. Ziel ist ein lockerer, gut belichteter Strauch mit mehreren kräftigen Haupttrieben.
Achtung: Granatäpfel treiben im Frühjahr häufig relativ spät aus. Nach einem kalten Winter sollte deshalb nicht vorschnell angenommen werden, dass eine Pflanze erfroren ist. Oft zeigen sich die ersten neuen Blätter deutlich später als bei anderen Obstgehölzen. Vor einem Rückschnitt lohnt es sich, die Rinde vorsichtig anzukratzen: Ist das Gewebe darunter noch grün, lebt der Trieb.
Informationen
| Gewicht | 5 kg |
|---|---|
| Lichtverhältnisse | |
| Bodenfeuchte (Garten) | |
| Mindesttemperatur | |
| Winterhärtezone (USDA) | |
| Wuchshöhe | |
| Natürliches Verbreitungsgebiet | |
| Spezielle Eigenschaften |









